MINT zum Anfassen – Schüler:innen entdecken die Welt des Glases

STOLBERG. Wo begegnet Glas einem eigentlich im Alltag? Wie wird dieser spannende Universalwerkstoff überhaupt hergestellt und in welchen Bereichen überall eingesetzt? Diesen und ähnlichen Fragen gingen Schülerinnen und Schüler der Kupferstädter Gesamtschule am 5. Februar 2025 bei einem Besuch der „Glasschule“, dem Ausbildungszentrum von Saint-Gobain Glass im Standort Stolberg, nach.
Die Neuntklässler aus einem naturwissenschaftlichen Wahlpflichtkurs, begleitet von Lehrerin Vivian Ortner-Meschede, erwartete zunächst eine „Zeitreise des Glases“. Dabei wurden dessen Anfänge und die fortwährende historische Entwicklung beleuchtet – von der Antike bis zur modernen HightechProduktion. Anschließend wurden die Jugendlichen in einem Brainstorming dazu angeregt, darüber nachzudenken, wo ihnen Glas in ihrer Lebenswelt, vor allem in Schule, zuhause und in der Freizeit, begegnet. Die Erkenntnis, wie präsent Glas in nahezu allen Lebensbereichen ist, sorgte für große Überraschung und Staunen. Es waren nicht nur prominente Beispiele, wo Saint-Gobain-Glas überall zum Einsatz kommt, die zu beeindrucken wussten: sei es die Verglasung der New Yorker Freiheitsstatue, der Grand Canyon Skywalk, das Fußballstadion „Maracanã“ in Rio de Janeiro oder das Aachener Einkaufszentrum „Aquis Plaza“. Gerade die Fülle an alltäglichen Einsatzgebieten führte den Jugendlichen vor Augen, dass Glas oft als selbstverständlich wahrgenommen wird, ohne dass seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten 
bewusst reflektiert werden. Ein besonderes Highlight war der praktische Teil der Veranstaltung: Die Schülerinnen und Schüler durften, unterstützt durch Auszubildende, kleine Pyramiden aus Glasstücken zusammenkleben und erlebten dabei hautnah die Herausforderungen der Glasverarbeitung. Darüber hinaus konnten sie den Werkstoff beim „Glasschneiden“ – genauer gesagt beim präzisen Anritzen und Brechen – besser kennenlernen und dabei eigene Erfahrungen im Umgang mit Glas sammeln.

Der Besuch der „Glasschule“ wurde auch dazu genutzt, die Zusammenarbeit langfristig und nachhaltig zu festigen. Vertreter:innen von Schule und Unternehmen unterzeichneten eine KURSKooperationsvereinbarung mit verschiedensten Aktivitäten im Bereich der Studien- und 
Berufswahlorientierung sowie unterrichtlicher Anknüpfungspunkte.

Personalchefin Sandra Fohn betonte die Vorzüge der Lernpartnerschaft für das eigene Unternehmen: „Kooperationsmaßnahmen wie die heutige helfen uns dabei, den Kontakt zu den Jugendlichen weiter auszubauen und uns als Arbeitgeber in der Region zu präsentieren. Gleichzeitig wollen wir die schulische Arbeit unterstützen und verbreiteten Klischees entgegenwirken, um die Vorzüge von Ausbildung wieder stärker in den Fokus zu rücken.“


Vivian Ortner-Meschede schätzt auch die Themen Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit als wichtige Bestandteile der Zusammenarbeit ein. Sie lässt sich derzeit bei Saint-Gobain für den Workshop „Climate Fresk“ schulen, um diesen demnächst auch mit ihren Schüler:innen durchführen zu können. Dabei soll den Jugendlichen ein Verständnis für den Klimawandel vermittelt und auch am Beispiel des Partnerunternehmens die Rolle und Verantwortung von Industrie-Konzernen verdeutlicht werden. Mit Blick auf die heutige Veranstaltung resümierte die NW-Lehrerin: „Ich war begeistert, wie gut die Themen miteinander verzahnt waren, und positiv überrascht, wie empathisch die Ausbilder unsere Schülerinnen und Schüler da abgeholt haben, wo sie stehen.“


Auch Neuntklässlerin Felicia zeigte sich sehr zufrieden: „Der Besuch war spannend, uns wurde sehr viel geboten und ich hatte jede Menge Spaß – vor allem beim Glasschneiden.“ Ihre Mitschülerin Harva ergänzte: „Wir haben gute Einblicke in die Herstellung und eigentliche Arbeit mit Glas erhalten und bei mir wurde auf jeden Fall auch Interesse für ein Praktikum geweckt.“

Hier finden Sie noch weitere Informationen zu der Veranstaltung: www.kurs-koeln.de


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